Frische Ideen für Königslutter: „StadtStipendien“ fördern Bürgerbeteiligung
Stipendiaten präsentieren ihre Konzepte für mehr Teilhabe in der Stadtentwicklung
Die Stadt Königslutter am Elm bietet Studierenden und Absolventen aus den Fachrichtungen Stadtplanung, Architektur, Regionalwirtschaft und Kommunikation eine einmalige Gelegenheit: Mit dem „StadtStipendium“ können sie ihre kreativen Ideen zur Stadt- und Regionalentwicklung verwirklichen. Ausgestattet mit einem halben Jahr Zeit, 5.000 Euro Projektmitteln, 1.000 Euro pro Monat für den Lebensunterhalt, professioneller Hilfe beim Umsetzen und einem Arbeitsplatz im Begegnungsraum „MachBar“, konnten 12 Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Vorstellungen für das Zusammenleben in kleinen und mittleren Städten ausprobieren. Einzige Voraussetzung: Sie arbeiten und leben während des Projekts in Königslutter und binden die Bürgerinnen und Bürger eng in den Entwicklungsprozess mit ein. Das Niedersächsische Regionalentwicklungsministerium fördert das Projekt „StadtStipendien“ mit 203.400 Euro aus dem Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“. Zur Abschlussveranstaltung am (heutigen) Donnerstag machte sich Regionalentwicklungsministerin Wiebke Osigus gemeinsam mit Bürgermeister Alexander Hoppe ein Bild von den Ergebnissen.
Regionalentwicklungsministerin Wiebke Osigus: „Mit den ‘Stadtstipendien‘ ermöglicht Königslutter jungen Talenten, ihre Ideen für mehr Bürgerengagement in die Tat umzusetzen. Der frische Blick von außen trifft auf das echte Leben der Menschen vor Ort. Gemeinsam sind spannende Projekte herausgekommen. Sie zeigen, wie Bürgerinnen und Bürger ihre Stadt aktiv mitgestalten können – ein Konzept mit Vorbildcharakter.“
Bürgermeister Alexander Hoppe: „Ich freue mich, dass Frau Ministerin Osigus Königslutter am Elm wieder einmal besucht und sich über das tolle Projekt der Stadtstipendien informiert. Ich hoffe, sie ist von den Ergebnissen genauso begeistert wie ich.“
Projektbeispiele (Auswahl)
• Inklusion auf Rädern: Ein Trainingsparcours auf dem Schulhof der Rudolf-Dießel-Schule hilft Kindern mit geistiger Behinderung, sicher Fahrradfahren zu lernen. Es gibt Ampeln, Verkehrszeichen und Übungsstationen. Ein ehrenamtlicher Trainer begleitet sie wöchentlich dabei.
• Outdoorspiele für die Innenstadt: Spiele wie XXL-Jenga, Wikinger-Schach und viele andere können kostenfrei im Spielzeugladen in der Nähe eines Eiscafés in der Innenstadt ausgeliehen werden. Das sorgt für mehr Leben im Stadtzentrum.
• Lutterwasser schmeckt: Das gesunde Wasser aus der Lutterquelle wird vermarktet. Es stärkt das Gemeinschaftsgefühl und sorgt für eine größere Identifikation mit Königslutter.
• Social-Media für Städte und Kommunen: Ein Schulungskonzept, erprobt in Königslutter, unterstützt Städte und Kommunen beim Aufbau eigener Social-Media-Accounts – für mehr Sichtbarkeit und Informationsaustausch.
• Preiswürdiges Ehrenamt: Ein Wanderpreis soll ehrenamtliches Engagement sichtbar machen. Auch Bürgerinnen und Bürger werden in die Preisvergabe eingebunden. Die erste Verleihung findet am Tag der Vereine und Kulturen am 24. August 2025 statt.
Hintergrund
Das Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ unterstützt niedersächsische Klein- und Mittelstädte sowie Gemeinden und Samtgemeinden mit zentralen Orten in ländlichen Räumen ab 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Diese Zentren übernehmen wichtige Funktionen für ihr Umland – etwa bei der medizinischen Versorgung, dem Einzelhandel oder auch der Kultur. Sie sind wesentliche Motoren der regionalen Entwicklung. Das Programm fördert stadtregionale Kooperationen und Projekte, die zentrale Orte in ländlichen Regionen stärken und deren Entwicklung vorantreiben.